Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien.
(Oscar Wilde)


Wir betrachten unser Unterrichts- und Erziehungsprogramm als Koordinierungsinstrument für die Schulgemeinschaft zur gemeinsamen, pädagogisch erfolgreichen Gestaltung der Arbeit innerhalb unserer Schule.


Unsere Schule versteht sich als Gemeinschaft, in der jeder Schüler das Recht hat, ungestört zu lernen, jeder Lehrer das Recht hat, ungestört zu unterrichten und jeder Verständnis für die anderen zeigt sowie die Rechte der anderen respektiert. Dies schließt gedankenloses, egoistisches Verhalten aus. Wir erweisen einander auch äußerlich Respekt, indem wir grundsätzlich höflich sind und auf unsere Umgangsformen achten. Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ fördern wir Engagement und Zivilcourage und verhindern, dass Diskriminierung und jede Form von Extremismus um sich greifen können. Uns ist wichtig, dass jeder dazu angeregt wird, für seine Interessen und Werte einzutreten und diese mutig gegen Widerstände zu verteidigen. Toleranz heißt aber auch, Grenzen zu beachten, eigene zu erkennen und andere anzuerkennen. Soziales Verhalten, geprägt von gegenseitiger Achtung, Toleranz, Solidarität, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit, sind Grundlage unserer Erziehungsarbeit. Unsere Schule ist ein Ort, an dem wir die Individualität unserer Schüler sowie auch unsere eigene akzeptieren. Wir wollen unseren Schülern einen Lebensraum eröffnen, in dem sie Zeit zum „Wachsen und Gedeihen“ haben und gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt lernen.


Vertrauen und Gerechtigkeit sind unsere grundlegenden Bausteine für eine perspektivenreiche Zukunft. Für uns vollzieht sich Schulleben auf der Basis gegenseitigen Respekts und Vertrauens, was eine klare Ablehnung jeglicher Form von Gewalt beinhaltet. In einer vertrauensvollen Zusammenarbeit findet ein regelmäßiger Austausch mit allen Beteiligten – Schülern, Eltern und Lehrern – statt. Bildungsgerechtigkeit bedeutet für uns, dass durch kontinuierliche pädagogische Gespräche sichergestellt wird, dass Leistungsentwicklungen rechtzeitig erkannt und – falls erforderlich – durch Transparenz und Durchlässigkeit unserer Schulform unterstützt werden. Der bestmögliche Abschluss für jeden einzelnen Schüler ist unser erklärtes Ziel.


Verantwortungsbewusstsein bildet eine wichtige Grundlage unserer Erziehungsarbeit; soziales Lernen ist ein bedeutender Bestandteil des Schulalltags. Soziale Verantwortung lebt von der Schaffung und der Intensivierung von Nähe durch vertrauensbildende Maßnahmen in der Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und Schülerschaft. Hierdurch erreichen wir eine Steigerung des Wir – Gefühls und eine noch stärkere Identifikation mit unserer Schule. Äußere Zeichen wie unser Schullogo, Informationsbroschüren sowie die Homepage fördern dieses Wir – Gefühl. Alle am Schulleben Beteiligten arbeiten verantwortungsbewusst an der Erhaltung und Entwicklung unseres Wir – Gefühls mit. Unserer Schulgemeinschaft ist die Mitgestaltung des Schullebens sowie des kulturellen Lebens in der Gemeinde und der Region wichtig. Dies bedeutet eine Öffnung der Schule nach außen. Als lernende Organisation sind wir in Reaktion auf sich ändernde gesellschaftliche Situationen und Anforderungen offen für fördernde Einflüsse durch unser Umfeld. Der Förderverein als gestaltendes Mitglied unserer Schule wird von vielen Eltern, Lehrern und Freunden getragen und stellt u. a. finanzielle Mittel zur weiteren Ausgestaltung des Schullebens zur Verfügung.


Unsere Schule ist ein Ort des Lernens. Aber sie nimmt auch einen großen Teil unseres Lebens ein. Daher empfinden wir sie als Lebensraum, der entsprechend gestaltet und mit Leben gefüllt werden muss. Somit ist für uns Schule auch ein Ort der Freude; sie gibt uns Raum für freundliches Miteinander, gemeinsames Arbeiten und fröhliches Feiern. Zuversicht bedeutet für unsere Schulgemeinschaft, dass wir fest darauf vertrauen, mit unserem Engagement etwas Gutes für uns alle zu erreichen. Unsere Schule ist durch ihre vielfältigen Aktivitäten und ihre erzieherischen und unterrichtlichen Erfolge landesweit bekannt und angesehen. Schul- und Sportfeste, Benefizveranstaltungen, Projektpräsentationen sowie zahlreiche Ausstellungen und Aktionen, an deren Zustandekommen viele beteiligt sind, lassen uns als Mitglieder der Schulgemeinschaft als „unsere Schule“ erleben.


Die sich ständig verändernde Gesellschaft bedingt heute ein Lernen in Zusammenhängen, das aus fächerübergreifenden Projekten, handlungsorientiertem Unterricht und dem Einbinden außerschulischer Lernorte bzw. Experten in den Unterricht besteht. Die nachhaltige Sensibilisierung für einen pfleglichen Umgang mit den Ressourcen unserer Umwelt, innerhalb und außerhalb des Lebenraums Schule, ist uns dabei wichtig.


„Unterricht und Erziehung haben das Ziel, den jungen Menschen so heranzubilden, dass er seine Aufgaben in Familie und Gesellschaft erfüllen kann.“ [Verfassung des Saarlandes (SVerf), Artikel 26]


Das bedeutet für uns: In unserer Schule sind Erziehung und Unterricht nicht nur auf Wissen, sondern auch auf Werte ausgerichtet, auf Handlungs- und Schlüsselkompetenzen zur Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen, auf die sie erwartenden Probleme in einer sich ständig verändernden Welt, denn nur mit diesen Fähigkeiten eröffnen sich die erforderlichen Bewältigungsstrategien. Für eine Schule, die sich zunächst dem Wohl und den Bedürfnissen der ihr Anvertrauten verpflichtet fühlt, ergeben sich heute neben der Wissensvermittlung weitere Schwerpunkte der Arbeit, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, wie z. B. eine fundierte Berufs- und Studienvorbereitung. Die Schüler sollen befähigt werden, ihr Leben innerhalb der Gesellschaft im Rahmen ihrer individuellen Ansprüche und Möglichkeiten erfolgreich zu bewältigen und zu gestalten. Denn in der zukünftigen Arbeitswelt wird man mit dem in der Schule erworbenen Wissen nicht auskommen können. Nachhaltiges und lebenslanges Lernen sind erforderlich.


Mit der Vermittlung von fachlichem Wissen und Kompetenzen verfolgen wir das Ziel, für jeden Schüler den für ihn bestmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, sind eine solide Fach-, Methoden- und Medienkompetenz der Lehrkräfte unverzichtbar. Diese werden gewährleistet durch regelmäßige Fortbildungen, fachlichen Austausch in Teams und Konferenzen. Wir ermutigen die Schüler zu eigenständigem Lernen; Methodentraining ist integraler Bestandteil des Fachunterrichts bzw. der Klassenlehrerstunden. Wir bestärken unsere Schüler in der Notwendigkeit der Reflexion des eigenen Handelns. Partnerschaftlicher Umgang und Hilfsbereitschaft füreinander prägen die Entwicklung zu kontaktfähigen und selbstbewussten Menschen, denn unterrichtet werden nicht in erster Linie Schulfächer, sondern Menschen. Sozial- und eigenverantwortliches Lernen und Handeln stehen im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Wir wollen jeden Schüler mit seinen besonderen Begabungen wahrnehmen, stärken und fordern, ihn aber auch mit seinen Schwächen annehmen und fördern sowie seine individuellen Bedürfnisse so weit wie möglich anerkennen. Voraussetzung dafür ist, jeden Schüler dort abzuholen, wo er steht, ihn an seine persönlichen Grenzen heranzuführen und ihn zu ermutigen, seine Möglichkeiten auszuschöpfen.


Wir, die Schulgemeinschaft der Gesamtschule Nohfelden - Türkismühle tragen die verbindlichen pädagogischen Ziele der Schule mit. Als Schule mit Visionen leben wir dieses Unterrichts- und Erziehungsprogramm, das die vereinbarte Richtung in Gestalt eines von allen akzeptierten Handlungsrahmens aufzeigt.



Wir betrachten die Gesamtschule Nohfelden - Türkismühle

als „unsere Schule“ und tragen gemeinsam für sie Verantwortung.


 

 

Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Leute die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

(Antoine de Saint Exupéry)